Schubart-Literaturpreis an Henryk M. Broder

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Der mit 12 000 Euro dotierte Schubart- Literaturpreis der Stadt Aalen wird am Sonntag, 20. März 2005, 11 Uhr in einer Feierstunde im Aalener Rathaus von Oberbürgermeister Ulrich Pfeifle an den Schriftsteller und Publizisten Henryk M. Broder verliehen. Broder erhält den Preis für sein so streitbares wie kenntnisreiches und vom jeweils herrschenden Zeitgeist ganz unabhängiges publizistisches Werk. Die Laudatio hält der neue Vorsitzende der Schubart-Literaturpreisjury, Jochen Hieber. Die Bevölkerung ist herzlich eingeladen. $(text:b:50 Jahre Schubart–Literaturpreis)$ 1955 setzte der Gemeinderat der Stadt Aalen ein besonderes kulturpolitisches Zeichen. In der Nachkriegszeit, wo es galt, die Folgen des Krieges zu überwinden, stiftete die Stadt Aalen den Schubart-Literaturpreis, der nun zu den ältesten Literaturpreisen des Landes Baden-Württemberg zählt. Zum 50jährigen Jubiläum wird dieser Preis, der alle zwei Jahre vergeben wird, wieder in einer Feierstunde an einen deutschsprachigen Autor vergeben, dessen literarische oder journalistische Leistung in der Tradition des freiheitlichen und aufklärerischen Denkens des Dichters, Komponisten und ersten deutschen Journalisten Christian Friedrich Daniel Schubart (1739 – 1791) steht. C.F.D. Schubart verbrachte seine Kindheit in Aalen und bezeichnete die Kocherstadt immer als seine Heimat. C.F.D. Schubart gilt als kritischer Schreiber in der von ihm auch verlegten „Teutschen Choronik“, als einer der Urväter des deutschen Journalismus, der den Weg für eine Zeitungskultur in unserem Land bereitete. In Aalen erschien erstmals 1848 ein Presseorgan, das „Amts- und Intelligenzblatt“, dem dann „Der Bote von Aalen“ und „Der Verkünder“ folgte, bis dann 1853 „Die Kocherzeitung“ erstmals gedruckt wurde.
© Stadt Aalen, 10.03.2005