Interview mit Oberbürgermeister Thilo Rentschler

Erschienen am 6. September in der Sonderbeilage Reichsstädter Tage 2018/Verkaufsoffener Sonntag: Aalener Nachrichten/Ipf- und Jagst-Zeitung, Südfinder

„Ich sehe keinen Nachholbedarf“

Die 44. Reichsstädter Tage – Oberbürgermeister Thilo Rentschler im Interview

Bald beginnen die Reichsstädter Tage. Das Fest ist auch für Oberbürgermeister Thilo Rentschler ein Pflichttermin. Im Interview erzählt er von seinen persönlichen Highlights und was er sich für die 44. Auflage wünscht.

(© Stadt Aalen)

Es sind Ihre mittlerweile fünften Reichsstädter Tage als Oberbürgermeister der Stadt Aalen. Wie hat sich das Fest seit Ihrem Amtsantritt verändert?

Die Reichsstädter Tage sind inzwischen auf die ganze City verteilt. Die Bühnen, das Kultur- und Showprogramm sind weiter gewachsen. Es gibt neben der Ansprache von mir über die wichtigen Themen der städtischen Entwicklung einen größeren Raum für den Austausch der Delegationen aus den Partnerstädten. Nicht zu vergessen: Die feierliche Eröffnung mit Spion, Bergmann, römischem Legionär, Eisenbahner und Dichter Christian Friedrich Daniel Schubart.

 

In welchen Bereichen gibt es noch „Nachholbedarf“?

Ich sehe keinen Nachholbedarf. Alle Vereine und Institutionen machen mit und bringen sich rege ein. Es ist ein ehrenamtlich getragenes Bürgerfest für die gesamte Region.

 

Welche sind Ihre drei schönsten, kuriosesten und „schlimmsten“ Erinnerungen an die vergangenen Reichsstädter Tage?

Schönster Moment ist jedes Mal aufs Neue der Austausch in der „internationalen“, kommunalen Familie mit den Bürgermeister-Kollegen aus den Partnerstädten. Der kurioseste Moment war der Fassanstich im Jahr 2015. Ich brauchte sage und schreibe 19 Schläge dafür. Das Fass war ein bisschen „manipuliert“ worden, sodass kein Beikommen war. Schlimmste Erinnerungen gibt es keine. Das Fest ist und bleibt das schönste und größte Heimatfest in der Region.

 

Welche Programm-Highlights sollte der Besucher in diesem Jahr auf keinen Fall verpassen und wo wird man Sie am wahrscheinlichsten antreffen?

Es beginnt ja dieses Mal schon am Mittwoch auf dem Sparkassenplatz mit dem Konzert von Angelo Kelly. Ich selbst werde viel in der Stadt unterwegs sein – vornehmlich mit den Gästen aus unseren Partnerstädten.

 

Was wünschen Sie sich für die 44. Reichsstädter Tage?

Nach dem Jahrhundertsommer mit heißen Abend- und Nachttemperaturen hoffe ich, dass wir zu dem Stadtfest ein wunderschönes Herbst-Wochenende haben werden.

 

Ein elementarer Besuchermagnet des Festes ist der verkaufsoffene Sonntag. Welche Ideen hat die Stadt, damit dies so bleibt und der stationäre Einzelhandel in Aalen gegen die Konkurrenz aus dem Internet bestehen kann?

Ein Zehn-Punkte-Plan zur kräftigen Stärkung der Aalener City ist in Arbeit und wird nach der Abstimmung mit den Innenstadtvereinen ACA und BdS, dem Gemeinderat und der Öffentlichkeit nach der Sommerpause vorgestellt.

 

Was zeichnet Aalen als Einkaufsstadt aus?

Aalen ist geprägt von den vielen inhabergeführten Unternehmen, die eine Top-Beratungsqualität bieten – und das bei einem hervorragenden Branchenmix.