Christian Friedrich Daniel Schubart und die Französische Revolution

Mit Begeisterung reagiert Schubart im Sommer 1789 auf die revolutionären Vorgänge in Frankreich; seine Freilassung nach der 10jährigen rechtlosen Inhaftierung durch den Herzog von Württemberg liegt gerade zwei Jahre zurück. Doch der Dichter und Journalist, der die Fürsten mutig angeprangert und sich für das einfache Volk stark gemacht hatte, wird in den folgenden Monaten kritischer gegenüber der Revolution; er distanziert sich von ihrer zunehmenden Gewaltsamkeit. Im August 1790 schreibt er in seiner ›Vaterlandschronik‹: »Europa neige sich zu einer allgemeinen Reform hin – in der Religion, Staatsverfassung, Philosophie, Gesetzgebung und Sittlichkeit.« Mit der Aalener Tagung soll Schubarts komplizierte, auch widersprüchliche Position zur Französischen Revolution und zum Revolutionsgedanken erstmals aufgearbeitet und aus verschiedenen fachlichen Perspektiven analysiert werden.

Prof. Dr. Barbara Potthast

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